Öffentlicher Brief über die Bewirtung des AfD Stammtischs in Bünde

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
Liebe Freundinnen und Freunde,

mit Argwohn haben wir erfahren, dass am Montag (22.01.2017) der
Stammtisch der rechtspopulistischen Partei “Alternative für Deutschland”
(AfD) zum ersten mal in Bünde stattfindet. Auf ihrer Internetseite
verkündet die AfD diesen im Lokal „Zum Hörsterbusch“ zu veranstalten.

Bundesweit macht die AfD immer wieder durch ihre besonders rassistischen
Positionen auf sich Aufmerksam. Führende Parteimitglieder wie die
Bundesvorsitzende Frauke Petry oder Europaabgeordnete Beatrix von Storch
schrecken nicht davor zurück, Schusswaffeneinsätze zur Abwehr von
Geflüchteten zu fordern. Der AfD Politiker Björn Höcke sorgte erst
kürzlich für Empörung, als er in Dresden eine Rede hielt, in der er
sagte: „Die Deutschen sind das einzige Volk der Welt, das sich ein
Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“. Dieser
bei Rechtsradikalen beliebte Vorwurf des „Schuldkultes“ wurde in der
Vergangenheit vor allem von der NPD geprägt und steht einer angemessenen
Erinnerung an die Verbrechen des deutschen Faschismus im Weg.

Zusätzlich vertritt die AfD marktradikale, antifeministische und
nationalistische Positionen und steht somit gegen Fortschritt,
Solidarität und Demokratie.

Die Herforder AfD gehört schon seit ihrer Gründung dem
völkisch-nationalistischen und rechtsextremen Flügel der AfD an. Ihre
Mitglieder beteiligten sich zum Beispiel an der rechts-esoterischen
"Montagsmahnwache". Regelmäßig fahren Delegierte der AfD aus dem Kreis
Herford zu größeren Demonstrationen in der Region. Dort marschieren sie
Schulter an Schulter mit neofaschistischen Kadern u.A. der Partei “Die
Rechte” oder Mitgliedern der verbotenen “Heimattreuen deutschen Jugend”.
Im vergangenen Jahr fielen führende Köpfe der AfD im Kreis Herford
dadurch auf, gezielt auf Veranstaltungen über die Unterbringung von
Geflüchteten aufzutauchen, um ihre rassistische Hetze zu verbreiten.

Wie Sie sich sicher vorstellen können wird es auch bei dem Stammtisch im
Hörsterbusch heiß her gehen. Wir sehen die AfD als Feindin der
Gesellschaft, des solidarischen Miteinanders und des selbstbestimmten
Lebens. Mit diesem Brief möchten wir zeigen, dass wir nicht damit
einverstanden sind der AfD Räume im Kreis Herford zu bieten.

Wir fordern vom Hörsterbusch und allen anderen Wirt*innen im Kreis
Herford alle künftigen Anfragen der AfD abzulehnen!

Mit freundlichen Grüßen,
Kampagne "Nationalismus ist keine Alternative Kreis Herford"

PS: Wer dem Gasthof „Zum Hörsterbusch“ persönlich mitteilen möchte was
er*/ sie* davon hält der AfD Räume zu bieten, kann das unter folgenden
Telefonnummern tun:

Tel.: 05223 41826 oder
Mobil: 0173 9533830
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